Museumsnacht Schaffhausen, Schweiz:
Ausstellung im Theater Restaurant in Schaffhausen
Was genau ist „Hamburger Art“? Nichts anderes als die Erkenntnis, dass einer der alltäglichsten Gegenstände unserer Welt zwischenzeitlich zur Ikone der Globalisierung avancierte und bis in die entlegensten Winkel des Erdballs vorgedrungen ist. Ausgehend von der Erkenntnis, dass einer der belanglosesten Gegenstände inzwischen zum Markenzeichen für eine globalisierte Welt- und Wirtschaftsordnung geworden ist, wurde der Hamburger für die Künstlerin vor allem ein vielschichtiges Symbol, das mit unterschiedlichsten Assoziationen, Stimmungen und Interpretationen befrachtet ist und das gerade deshalb ideal geeignet scheint, um über Fragen kommerzieller Massenkultur zu reflektieren und diese sinnbildhaft darzustellen. Die Umsetzung des Hamburgers zur Kunst geschieht inhaltlich sowie auch formal. Das Spektrum reicht von großen farbintensiven, popigen und plakativen Arbeiten bis hin zu fein strukturierten Gouachen im kleinen Format. Dieses einfache Brötchen mit Füllung wird durch die Kunst von Marcella Lassen auf überraschenderweise zu einem neuen Erlebnis. Marcella Lassen wurde in Los Angeles/USA geboren. Sie ist Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstler. Das Thema der ersten globalen Ikone, der Hamburger, wurde erst nach einem längeren Prozess zum Inhalt ihrer künstlerischen Arbeit. Mit kompromissloser Ausschließlichkeit widmet sich die Künstlerin seither jenem einfachen Brötchen mit Füllung, das ihr eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration geworden ist. Das „Immer Gleiche immer anders“ könnte als Motto über ihrem umfangreichen Werkprozess stehen. Ihre Vorliebe für das uramerikanische Massenprodukt ist eng verbunden mit der persönlichen Herkunftsgeschichte und Lebenserfahrung. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin im Euregio Bodensee. Die Gemälde von Marcella Lassen, so auch die Kunstreihe Hamburger Art™, waren bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Die Ausstellung im Theater Restaurant Schaffhausen ist bis Mitte Januar 2006 zu sehen. |